Schönheitsoperationen Bauch

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Schönheitsoperationen Bauch: Fettabsaugung und Bauchstraffung

Der Bauch ist der Rumpfabschnitt zwischen Brust und Becken und gilt als zweites Gehirn des Körpers. Unumstritten gibt es im Bauch etwas, was unbemerkt wie ein Gehirn funktioniert. Der Bauch trägt zur Immunkraft und zur Gesundheit bei. Mit dem Bauchgehirn sind zum einen die neuronale Bauch- und Darmregionen und zum anderen das periphere Nervensystem gemeint. Wer entscheidet nicht gern durch das intuitive Bauchgefühl?

Bei jeder 3. Frau ist der Bauch die hochsensibelste Problemzone am ganzen Körper. Denn gerade hier ist der Bauchspeck besonders bitter: Wenn dieser sich erst einmal festgesetzt hat, ist er trotz gesunder Ernährung, mit Sport und mit den noch strengsten Diäten nicht von heut auf morgen wegzubekommen. Besonders wer nach einer erfolgreichen Diät sehr viel Gewicht verloren hat, kämpft sich mit einem herunterhängenden Bauch herum. In diesem Fall sind Sit-Ups und eine komplette Ernährungsumstellung nicht wirklich hilfreich, da das Bindegewebe einfach zu stark geschädigt ist. Der letzte Ausweg: eine Bauchstraffung. Doch aber viele Frauen und Männer haben Bedenken, diesen Schritt überhaupt gehen zu wollen, weil niemand weiß, was in einer Bauchstraffungsoperation auf einen zukommt. Wer setzt sich privat mit diesem Thema auseinander?

Was ist die Bauchstraffung?

Die Bauchstraffung ist eher unter einer Bauchdeckenstraffung bekannt und muss von einer Fettabsaugung differenziert werden. In einer Bauchstraffungsoperation kann auch zeitgleich eine Fettabsaugung gemacht werden, allerdings wird überwiegend nur die Bauchdecke „glatt gezogen“. Somit dient die Bauchstraffung lediglich der Beseitigung von überschüssiger Haut in dem Bauchbereich. Eine Operation kann aus zweierlei Gründen durchgeführt werden: medizinischer oder ästhetischer Grund. Ersteres wird nur als relevanter Grund angesehen, wenn der Patient ein Gutachten vom Vertrauensarzt vorlegen kann, wenn eine Gesundheitsgefährdung vorliegt, der Alltag durch den Bauch eingeschränkt ist oder der Mensch psychisch beeinträchtigt wird. Die ästhetische Bauchstraffung ist dann empfehlenswert, wenn die Haut einfach nicht mehr schön ausschaut, weil nach einem starken Gewichtsverlust die Haut einfach nur herunterhängt.

Die Kombination mit der Fettabsaugung

Der Hängebauch kommt in der Regel nach einer radikalen Diät zum Vorschein. Wer extrem viel Gewicht verliert, muss mit überschüssigem Gewebe als Folge rechnen. Nur mit einer Bauchstraffung werden die sogenannten Hautschürzen wieder zurechtgeschnitten. In der Bauchstraffungsoperation wird die überflüssige Haut entfernt und der Bauch individuell angepasst.

Wenn es hier kein Haut-, sondern eher ein „Fett-Problem“ gibt, wird neben der Bauchstraffungsoperation auch eine Fettabsaugung durchgeführt.

Als weitere Ursache für ein Hängebauch kann eine Rektusdiastase sein: In diesem Fall stehen die Bauchmuskeln in der Mitte nicht mehr gerade zueinander, sondern steht durch eine Erkrankung, durch starkes Übergewicht, durch ein angeborenen Grund oder durch ein starkes Pressens (Verstopfung, Schwangerschaft) auseinander.

Je nachdem wie der Hängebauch entstanden ist, ein medizinischer Eingriff ist in allen Fällen ratsam, um diesen wieder loszuwerden. Vor Der Bauchstraffungsoperation malt der behandelnde Arzt sogenannte Haut- und Fettareale auf dem Bauch, die ihm als überschüssig vorkommen. Damit der Chirurg die überschüssige Haut entfernen kann, wird über dem Schambein ein wellenförmigen Schnitt, ein sogenannten W-Schnitt, gemacht. Der zweite Schnitt kommt am Bauchnabel zustande, damit von dort die Bauchhaut getrennt werden kann. Die Haut zwischen Schamhaar und Bauchnabel wird Bauchlappen genannt und kann nun nach den Schnitten gestrafft und am Ende wieder vernäht werden. Wenn es vom Patient gewünscht wird, kann auch während der Operation zusätzlich eine Bauchmuskulaturstraffung vorgenommen werden. Für den Eingriff bekommt jeder Patient eine Vollnarkose. Nach der Operation wird der Bauch mit Kompressionsbandagen eingewickelt, die insgesamt sechs bis acht Wochen, je nach Heilung, getragen werden müssen. Das ist aber kein Grund zur Besorgnis: Niemand muss so viele Wochen im Krankenhaus bleiben. Im Allgemeinen muss der Patient nach dem Eingriff mindestens zwei Tage zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Dann geht es nach Hause.

Gibt es Risiken bei der Bauchstraffungsoperation?

Jeder medizinische Eingriff hat Vor- und Nachteile und mit gewissen Risiken verbunden. Die typischen Operationsrisiken sind bakterielle Infektionen, Thrombosen oder eine Lungenembolie. Auch bei einer Bauchstraffung können unschöne Dellen- und Narbenbildungen sowie durch die Straffung und das Vernähen der Haut arge Schmerzen auftreten. Der Chirurg geht mit den Patienten jedes Details durch, damit diese keine Angst vor einer Bauchstraffungsoperation mit oder ohne Fettabsaugung haben müssen. Vor jedem medizinischen Eingriff müssen alle Fragen geklärt werden – ausführliche Informationen und ein fachmännisches Beratungsgespräch.

Was kostet eine Bauchstraffung?

Hier in Deutschland kostet eine Bauchstraffungsoperation zwischen 4.000 und 9.000 Euro. In erster Linie stehen solche Operationen mit kosmetischen Eingriffen in Verbindung und werden nur in Ausnahmefällen von der Krankenkasse übernommen. Wenn der Eingriff aus medizinischen Gründen gemacht wurde, kann der Patient hoffen, dass die Krankenkasse die Kosten problemlos übernimmt. Es sieht gut für eine Kostenübernahme aus, wenn

  • a) eine starke Gewichtsabnahme von über 20 Kilogramm
  • b) einschränkende Fettschürze
  • c) eine chronische Entzündung am Unterbauch
  • d) durch den hängenden Bauch eine psychologische Folge (hier muss ein Psychiater die Sache entscheiden)

vorliegt.

Letzten Endes entscheidet die Krankenkasse über das Ermessen, ob sie nur ein Teil, die gesamten Kosten oder keine Kosten übernehmen möchte. Daher ist es empfehlenswert, dass jeder Patient vor einer Bauchstraffung mit seiner Krankenkasse in Kontakt treten muss, um nach dem Eingriff keine bösen Überraschungen zu erleben.