Nasenkorrektur (Nasenscheidewandkorrektur)

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Nasenkorrektur (Nasenscheidewandkorrektur)

Die Nase ist nicht nur ein Sinnesorgan, sondern auch wichtig für die Atmung und außerdem ein optisch markanter Gesichtsteil. Ist sie zu lang, zu spitz, zu breit oder mit einem Höcker versehen, kann das sehr unvorteilhaft oder sogar entstellend wirken.

Nasenoperationen zählen zu den schwierigsten Eingriffen in der Schönheitsmedizin, bei denen es sehr auf die Erfahrung, das Geschick und das ästhetische Empfinden des Operateurs/der Operateurin ankommt. Zu bevorzugen sind Operationstechniken, bei denen von innen operiert wird.

Alternativen Nasenkorrektur

Zu operativen Nasenkorrekturen gibt es keine sinnvollen Alternativen.

Kurzinfo Nasenkorrektur (Nasenscheidewandkorrektur)

  • Mindestalter: nach der Pubertät
  • Dauer: sechzig bis neunzig Minuten
  • Anästhesie: Dämmerschlaf oder Vollnarkose
  • ambulant/stationär: ambulant oder ein bis drei Tage stationär
  • Duschen: nach etwa einem Tag
  • Sport: frühestens nach drei Monaten
  • Sonne: zwei bis drei Monate lang kein Sonnenbaden und kein Solarium
  • arbeitsfähig: nach ein bis drei Wochen endgültiges Ergebnis nach drei Monaten
  • Haltbarkeit: im Prinzip lebenslang, Nachkorrekturen können manchmal nötig werden
  • genutzt von: Frauen und Männern

Kosten Nasenkorrektur (Nasenscheidewandkorrektur)

Wenn es medizinisch notwendig ist zum Beispiel nach einem Unfall oder bei einer Fehlbildung, zahlt die Krankenkasse die Kosten. Ästhetische Nasenkorrekturen kosten zwischen 2000 und 6000 Euro

Nutzen Nasenkorrektur (Nasenscheidewandkorrektur)

Weil die Nasenform den Ausdruck des gesamten Gesichts stark beeinflusst, sollte man sich den Operateur/die Operateurin sehr sorgfältig aussuchen. Denn von ihm/von ihr hängt es ganz entscheidend ab, ob Sie mit dem Ergebnis zufrieden sein werden. Manche Nasenspezialisten/innen sind zwar gute Techniker, aber es mangelt ihnen an der Fähigkeit, die Nase in Einklang mit dem Gesicht zu bringen. Wenn es nur darum geht, einen Nasenhöcker zu entfernen, ist das allerdings kein allzu großes Problem.

Problematisch sind Wünsche, sich »eine Nase wie« operieren zu lassen. Vielfach steht dahinter der Wunsch, eine andere Persönlichkeit zu sein und mit deren Nase auch die Ausstrahlung der bewunderten Person zu erhalten.

Erst ein halbes Jahr nach der Operation lässt sich sagen, ob der Eingriff langfristig erfolgreich war. Das hat damit zu tun, dass Knorpel-und Knochengewebe sehr träge wachsende Gewebe sind und nur langsam anheilen. Bei Nasenoperationen ist nicht nur die Ästhetik wichtig. Es geht auch darum, dass die Funktion der Nase als Sinnesorgan und als Atemweg nicht beschädigt wird.

Wirkungsweise Nasenkorrektur (Nasenscheidewandkorrektur)

Medizinisch sinnvoll sind Nasenkorrekturen, wenn die Nasenscheidewand so schräg steht oder eng ist, dass die Atmung behindert wird – meist erkennbar am nächtlichen Schlafen mit offenem Mund. Ein weiterer Grund sind Nasenverletzungen durch Unfälle oder wiederholte Treffer beim Boxen.

Die Nase ist in ihrer endgültigen Form erst nach der Pubertät ausgewachsen — vorher sind Nasenkorrekturen aus ästhetischen Gründen nicht sinnvoll — es sei denn, es lägen schwerwiegende Missbildungen wie etwa eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte vor, die eine frühere Operation erfordern. Dann allerdings muss unter Umständen, in Abhängigkeit vom allgemeinen Körperwachstum, nachoperiert werden.

Operation Nasenkorrektur (Nasenscheidewandkorrektur)

Nasenoperationen erfordern ein präzises anatomisches Wissen und viel handwerkliches Geschick, denn meist wird nicht von außen operiert, sondern durch die Nasenlöcher.

Dieser Eingriff wird mit lokaler Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt.

Vorbereitung: Vor der Operation sollte eine genaue Untersuchung durch einen HNO-Arzt/eine HNO-Ärztin durchgeführt werden, die auch einen Hör- und Riechtest, einen Allergietest und Röntgenbilder der Nasenregion umfasst.

Etwa zwei Wochen vor der Operation sollten Sie keine Schmerzmittel einnehmen, die den Wirkstoff Acetylsalicylsäure enthalten (z. B. Aspirin, Thomapyrin und viele andere) – um das Risiko einer erhöhten Blutungsgefahr auszuschalten. Ebenfalls zwei Wochen vor der Operation sollten Sie aufhören zu rauchen.

Für den Eingriff selbst ist die Aufnahme in eine Tagesklinik empfehlenswert, um eventuelle Komplikationen wie Nachblutungen sofort beheben zu können.

Der Eingriff selbst: Der Gesichtsbereich wird gründlich desinfiziert und durch die Nasenlöcher hindurch werden von innen Schleimhaut und Außenhaut von Knochen und Knorpel abgelöst. Je nach angestrebter Nasenform werden Knorpel oder Knochen abgefräst oder körpereigenes Knorpelgewebe vom Ohr eingefügt. Besonders schwierig sind Nasenflügelveränderungen.

Der Einsatz künstlicher Implantate im Bereich des Nasenrückens ist sehr umstritten. Derartige Eingriffe werden meist von asiatischen Patienten/innen gewünscht, um einen europäischeren Nasenrücken zu erhalten.

Nach dem Eingriff: Die Nase wird mit einem Verband aus Gips oder Kunststoff vor Berührung und Stoß geschützt. In die Nasenlöcher werden Tamponaden eingelegt, die die Wundsekrete auffangen. Um die Nase möglichst ruhig zu halten, ist für den ersten Tag weitgehende Bettruhe sinnvoll.

Auf keinen Fall auf eigene Faust Schmerzmittel einnehmen. Schmerzmittel, die den Wirkstoff Acetylsalicylsäure enthalten (z. B. Aspirin, Thomapyrin und viele andere), können Blutungen auslösen. Mindestens zwei Wochen lang dürfen Sie nicht rauchen.

Zwei bis drei Wochen lang sollten Sie starke Gesichtsbewegungen so weit wie möglich vermeiden. Das heißt: nicht küssen, nicht schneuzen, nicht mit offenem Mund niesen, keinen Kaugummi kauen, starkes Kauen vermeiden. In dieser Zeit dürfen Sie die oberen Zähne nur vorsichtig putzen. Etwa zwei bis drei Wochen lang sollten Sie auch keine heißen Bäder nehmen und keine Sauna besuchen. Etwa zwei bis drei Monate lang sollten Sie keinen Sport betreiben und die Nase auch sonst keiner Gefährdung aussetzen. Also keine Raufereien, keine Ball- oder Mannschaftsspiele, kein Radfahren, Skaten, Skifahren und kein Schulsport auch nicht als treffergefährdeter Zuschauer bei Ballspielen! Außerdem sollten Sie zwei bis drei Monate lang Sonnenbäder und Solarien meiden. Zwei Monate lang sollten Sie sich auch keinen Impfungen unterziehen.

Risiken / Nebenwirkungen Nasenkorrektur (Nasenscheidewandkorrektur)

Generell sollte keine Nasenkorrektur durchgeführt werden bei:

  • Kindern vor oder während der Pubertät
  • akuten Verletzungen oder Infektionen an der Nasenhaut
  • Einnahme von blutverdünnenden Mitteln wie Aspirin oder Marcumar.

Wenn eine Operation geplant ist, müssen solche Medikamente etwa zwei Wochen vorher abgesetzt werden. Generell sollte man zwei Wochen vorher und zwei Wochen nachher keine Medikamente verwenden, die den Wirkstoff Acetylsalicylsäure enthalten (z. B. Aspirin, Thomapyrin und viele andere Schmerz- und Grippemittel).

Nebenwirkungen: Nach der Operation vorübergehende Schmerzen im Nasen- und Gesichtsbereich, Kopfschmerzen, Taubheitsgefühl, Einschränkungen beim Riechen und Schmecken und das Gefühl, die Oberlippe nicht richtig bewegen zu können.

Gelegentlich treten nach der Operation Verwachsungen und überschüssige Gewebsstrukturen auf, die das Erscheinungsbild stören oder einen Nasenbereich unsymmetrisch schrumpfen lassen. Dann werden Nachoperationen nötig.