Lippenkorrektur

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Lippenkorrektur

Informationen zur  Behandlung der Schönheitsoperation bzw. Beauty OP wie Gefahren, Arzt, Kosten, Preis, Informationen, Vorher Nachher, Nebenwirkungen und Erfahrungsberichte

Volle und geschwungene Lippen gelten schon immer als Schönheitssymbol. Sie sind sinnlich und strahlen Erotik aus, das Gesicht wirkt attraktiv und anziehend. Schöne und volle Lippen wurden oft besungen, beschrieben und natürlich gemalt. Was wäre die Kosmetikindustrie ohne Lippenstift und Gloss? Frauen lieben es, Ihre Lippen zu betonen, denn sie wissen um deren Wirkung.

Die große Teil der Frauen besitzt jedoch eher schmale Lippen und oft wünschen sie sich diese sexy und sinnliche Fülle. Manchmal wünschen sie sich auch einfach eine andere Form oder mehr Symmetrie. Zum Glück kann seit langem operativ nachgeholfen werden. Ob ein optischer Ausgleich gewünscht wird, mehr Volumen oder eine Formveränderung, ein Eingriff ist unvermeidbar. Es existiert kein Produkt auf dem Markt, das ohne Operation, bzw. Eingriff die gewünschte Veränderung erreichen kann. Auch mit Ernährungsumstellung, Sport oder Hausmitteln ist leider keine Veränderung zu erreichen. Wer sich also eine Veränderung an seinen Lippen herbeisehnt, wird sich für eine Lippenkorrektur entscheiden müssen.

Die Lippenkorrektur stellt einen Klassiker im Bereich der Schönheitskorrektur dar. Für plalstische Chirurgen handelt es sich bei einer Vergrößerung der Lippen oder bei einer Korrektur um einen Standardeingriff, der mithilfe verschiedener Methoden umgesetzt werden kann. Die jeweilige Methode wählt der Arzt nach Absprache aus, je nach Veränderungswunsch und Ausgangsform.

Gespritzt werden künstliche, natürliche oder semi-natürliche Füllstoffe zum Zwecke der Aufpolsterung.

Bei dem größten Teil dieser Materialen wird nach einiger Zeit erneut aufgefüllt, da sich diese abbauen und das Ergebnis nicht dauerhaft ist. Für langanhaltenden Erfolg existieren jedoch auch operative Verfahren, die auf eine dauerhafte Veränderung angelegt sind. Hier werden Teile aus Haut und Gewebe der Lippe entnommen und an anderer Stelle eingesetzt um eine harmonische Form zu kreieren. Aufwand und Kostenfaktor sind hier natürlich höher, als bei einer Aufspritzung mit Füllstoffen.

Der Vorteil ist jedoch, dass stark ausgeprägte Makel (wie beispielsweise Lippenspalte, sehr schmale Lippen oder Geschwulst) hervorragend korrigiert werden können.

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin

Der behandelnde Chirurg wird Sie ausführlich über die Möglichkeiten der Lippenkorrektur beraten. Neben Unterspritzung und Operation gibt es noch weitere Feinheiten und Optionen. Die Kontur der Lippe kann hervorgehoben werden und der Bereich unter der Nase ebenfalls leicht aufgepolstert werden. Auch dadurch können die Lippen betont betont werden.

Wie finden Sie den richtigen Chirurgen?

Nur Ärzte mit entsprechender Qualifikation dürfen Lippenkorrekturen ausführen, da es sich um einen medizinischen Eingriff handelt. Lassen Sie sich von Bezeichnungen wie „Schönheitschirurg“ oder „Kosmetischer Chirurg“ bitte nicht in die Irre führen! Einige Bezeichnungen sind nicht geschützt und somit frei nutzbar. Es bedeutet jedoch nicht, dass dieser Arzt tatsächlich in diesem Bereich fachlich ausgebildet wurde.

Achten Sie daher auf die Bezeichnung „Facharzt für Plastische Chirurgie“ oder Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Diese Titel sind von Deutschland geschützt und Sie können sicher gehen, dass der behandelnde Arzt spezielle Ausbildungen genossen hat.

Haben Sie sich für eine Klinik oder eine Praxis entschieden, werden Sie ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren. Hier wird der Arzt Ihnen alle wichtigen Informationen geben und Sie medizinisch aufklären. Es geht um die Möglichkeiten, Vorteile, Risiken und das zu erwartende Ergebnis. Ist der Arzt seriös, wird er Ihnen ehrlich sagen, wo die Grenzen sind und er wird Ihnen keine Versprechen machen, die nicht haltbar sind.

Der Arzt sollte ein gutes ästhetisches Empfinden haben und Ihre Wünsche an Ihr Gesicht anpassen. Die Symmetrie muss passen und das Gesamtergebnis sollte harmonisch wirken. „Schlauchbootlippen“ sind das Gegenstück dazu. Kein seriöser Arzt würde Ihnen dazu raten.

Ein seriöser Arzt wird sich Zeit nehmen und Sie sollten sich gut aufgehoben fühlen. Ein Schönheitseingriff erfordert Sensibilität und der Arzt muss Sie ernst nehmen. Neben seiner fachlichen Kompetenz ist das ein sehr wichtiger Punkt. Die Kommunikation und das Vertrauensverhältnis müssen unbedingt stimmen. Entscheiden Sie sich für den Eingriff, haben Sie übrigens eine in Deutschland gültige Bedenkzeit von vierzehn Tagen. Nach Ihrer Entscheidung für den Eingriff sollten also mindestens diese zwei Wochen eingehalten werden.

Um Kosten zu sparen, entscheiden sich mittlerweile viele für einen Beautyeingriff im Ausland. Diese Entscheidung muss nicht zwangsweise schlecht sein. Polen, Ungarn und Tschechien sind bekannt für Ihre Kliniken, Die Ärzte und medizinische Versorgung müssen nicht weniger Qualität aufweisen als in Deutschland. Wichtig ist, dass Sie sich vorher ganz genau über die Zusatzkosten und Risiken informieren.

Kalkulieren Sie Ihre Reise-, Nachsorge- und Zusatzkosten mit ein, um einen tatsächlichen Gesamtpreis zu erhalten und gut vergleichen zu können. Die behandelnden Ärzte im Ausland sind oftmals sehr gut ausgebildet und arbeiten auf dem neusten Stand, viele sprechen auch ein sehr gutes Deutsch. Über die Hygiene kann auch nichts Negatives gesagt werden. Informieren ist hier eben das Wichtigste.

Natürlich besteht immer noch die Gefahr eines Restrisikos. Manchmal können Werbeflyer, ein Internetauftritt oder ein telefonisches Gespräch täuschen. Achten Sie bitte auch auf die Rechtslage im Falle einer Haftung. Deutsches Recht kann da unterschiedlich sein. Sollten Sie alles abgeklärt haben, steht einer Lippenkorrektur im Ausland natürlich nichts entgegen.

Vor dem Eingriff

Die Vorsorge bei einer Lippenkorrektur ist genauso wichtig wie die Nachsorge. Verzichten Sie auf Alkohol und Blutverdünner. Zu den blutverdünnenden Medikamenten zählen auch Schmerzmittel mit dem Wirkstoff ASS, der häufig in Schmerzmitteln verwendet wird. Eines der bekanntesten davon stellt Aspirin dar. Verwenden Sie Blutverdünner wie Macumar, sprechen Sie mit dem behandelnden Arzt, wie und ob es abgesetzt werden sollte.

Im besten Fall verzichten Sie auch zwei Wochen lang auf das Rauchen, es verhindert die Heilung.

Im Detail: Die Methoden der verschiedenen Lippenkorrekturen

Grob unterscheidet man zwischen operativer Gewebeunterfütterung und dem unterspritzen verschiedener Füllstoffe. Ersteres bringt im besten Fall dauerhafte Ergebnisse, weist aber höhere Risiken und Kosten auf. Zweiteres ist günstiger und risikoärmer, jedoch nicht dauerhaft, kann jedoch wiederholt werden. Diese Methode ist auch gut geeignet um zu schauen, ob Ihnen das Ergebnis zusagt und wie wohl Sie sich mit volleren Lippen fühlen.

Unterfütterung des Gewebes.

Der Eingriff benötigt mindestens eine Stunde Zeit und wird unter einer Vollnarkose durchgeführt.

Bei der sogenannten „Lederhautverpflanzung“ wird aus Körperpartien Gewebeteile entnommen und in die Lippen eingepflanzt. Zum Entnehmen eignet sich Gewebe aus dem Bauch oder aus dem Po, was eine Kombination mit anderen Eingriffen gut umsetzbar macht. Hier wird dann lediglich eine Narkose benötigt. Das entnommene Gewebe wird verarbeitet und in die Lippen durch die Mundwinkel eingesetzt. Es kann dadurch vergrößert oder modelliert werden. Die Schnitte werden am Ende vorsichtig vernäht.

Bei einer „Gewebeverschiebung“ wird lediglich am Mund operiert und dient der Rekonstruktion. Gewebe des Mundinneren wird in die Lippen gesetzt.

Unterspritzung zur Lippenkorrektur

Diese Methode dauert nur einige Minuten und kann bei lokaler Betäubung durchgeführt werden. Die Lippen erhalten durch eine Lippenunterspritzung mehr Volumen und werden aufgepolstert. Die verschiedenen Füllstoffe bauen sich nach einiger Zeit ab, so dass eine Folgeunterspritzung durchgeführt werden muss, um das Ergebnis zu halten. Dauerhafte Füllstoffe birgen leider das Risiko von Allergien oder Verkapselungen. Der behandelnde Arzt spritzt den gewählten Stoff direkt in die Lippen und muss darauf achten, dass er sich gleichmäßig und harmonisch verteilt.

Natürliche Substanzen

Allgemein kann gesagt werden, alle Substanzen, die natürlich im Körper vorkommen, gelten auch als als natürliche Substanzen.

Gewonnen werden diese tierisch oder bakteriell oder werden im Rahmen der Eigenfettbehandlung direkt vom Patienten entnommen. Die Eigenfettbehandlung ist jedoch recht teuer, aufwendig und bringt Risiken mit sich.

Es bietet sich jedoch bei gleichzeitiger Fettabsaugung an, hier können beide Eingriffe gut miteinander kombiniert werden. Die Risiken von Eigenfett sind bezüglich Allergien etc. sehr gering, die Zellen werden aber auch recht schnell wieder abgebaut.

Ein Klassiker unter den Füllstoffen ist Kollagen, welcher aus Rinderhaut gewonnen wird. Dieser Stoff kann jedoch Allergien auslösen, kommt jedoch auch ganz natürlich im menschlichen Bindegewebe vor, es sind stützende Fasern.

Aktuell wird überwiegend Hyaluronsäure oder Hyaluronan zur Lippenunterspritzung verwendet. Der Stoff wird biotechnisch hergestellt, früher hat man Hahnenkämme dafür benutzt. Der Stoff stützt sehr gut und hat eine längere Haltbarkeit als andere natürliche Füllstoffe. Sie haben also länger Freude daran. Hyaluron wird ebenfalls im menschlichen Bindegewebe vor und eignet sich am besten als Füllmaterial.

Bis zu neun Monaten ist es noch nachweisbar und es kann ohne Probleme nachgefüllt werden. Der unkomplizierte Eingriff wird unter örtlicher Betäubung der Lippen durchgeführt. Falls Korrekturen nötig sind, können diese nach schon einer Woche umgesetzt werden. Da die Hyaluronsäure vollständig abgebaut wird, besteht nur ein minimales Risiko.

Eine weitere Möglichkeit zur Lippenkorrektur erzielt man auch durch Permanent Make-up. Hier kann die Kontur ausgeglichen oder verstärkt werden. Durch Botox können Lippenkorrekturen gut ergänzt werden.

künstliche Füllstoffe

Neben den natürlichen Füllstoffen existiert auch eine Reihe von künstlichen Füllern, die dauerhaft in den Lippen bleiben. Der Vorteil ist, dass nur ein einmaliger Eingriff nötig ist, jedoch steigen die Risikofaktoren. Die Füllstoffe wie „Artecoll“ oder „Silikonpolymer“ bestehen aus kleinsten Kügelchen aus Kunststoff, die verkapselt sind.

Nach der Lippenkorrektur

Verzichten Sie auf bestimmte Schmerzmittel, Rauchen und Alkohol. Eine besondere Nachsorge ist im Normalfall nicht nötig. Empfohlen wird eine Schonung in der ersten Tagen. Vermeiden Sie Druck auf die Lippen.

Bei einer Lippenunterfütterung werden Sie neben den oben genannten Punkten einen Wundverband oder einen Pflaster tragen müssen. Der Verzicht auf intensiven Sport für einige Wochen wird empfohlen. Der behandelnde Arzt wird Ihnen jedoch alle wichtigen Informationen geben und sollte auch Ihr erster Ansprechpartner zum Thema Nachsorge sein.

Welche Komplikationen und Risiken sind möglich?

Die Lippenkorrektur durch Unterspritzung zeigt sich recht risiko- und komplikationsarm. Die Methoden sind sehr gut erforscht und es handelt sich um einen häufigen, sehr gut erprobten Routineeingriff. Auch die Füllstoffe sind bekannt und seit langem erfolgreich erprobt.

Typischerweise können Schwellungen, manchmal kleine blaue Flecken oder Rötungen auftreten. Diese Symptome verschwinden binnen weniger Tage meistens von ganz alleine.

Ungünstig wird es bei „Überspritzung“, bekannt als „Schlauchbootlippen“. Die Lippen sind zu voluminös und wirken unsymetrisch. Bei den natürlichen Füllstoffen ist es zwar ärgerlich, baut sich jedoch wieder ab und die Lippen normalisieren sich. Passiert es hingegen bei den dauerhaften künstlichen Füllstoffen, muss erneut korrigiert werden. Neben Allergien können diese im Übrigen auch zu Abkapselungen führen, aufgrund von Fremdkörperabwehr. Das ist unästhetisch und leider auch schmerzhaft, Infektionen können nicht ausgeschlossen werden.

In äußerst seltenen Fällen kann es zu Nervenverletzungen oder Mißempfindungen kommen. Wird die Korrektur unter Narkose vollzogen, müssen hier auch die üblichen Narkoserisiken in Betracht gezogen werden. Die beste Beratung und Aufklärung liefert der behandelnde Arzt.