Krampfadern Entfernen – Die Behandlung

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Krampfadern-Behandlung: Entfernung durch Operation, Veröden oder Lasern

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Krankhafte Venen sind an einem deutlich sichtbaren Blauton unter der Haut vor allem im unteren Blutkreislauf erkennbar. Diese Krampfadern, sogenannte Varizen sind Symptome der Krankheit Varikose. Krampfadern in Form von Besenreißern und Couperose sind sowohl ästhetisch als auch gesundheitlich störend.

Je nach Art und Ausmaß der Krampfadern kommen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten in Frage. Neben den Seitenkrampfadern oder den Varizen der Stamm- oder Verbindungsvenen können außerdem Ösophagus-Varizen auftreten. Letzteres sind Krampfadern, die an der Speiseröhre entstehen.

Sowohl das Alter als auch diverse weitere Faktoren und Lebensumstände sind für die Entstehung der Krampfadern verantwortlich. Auch der stets aufrechte Gang belastet die Venen langfristig. Hinzu kommt die Erdanziehungskraft. Poröse und überdehnte Venen stören den unteren Blutkreislauf zunehmend und deutlich intensiver als den oberen Blutkreislauf. Es gibt aufgrund verschiedener Entstehungen zum einen die primäre und zum anderen die sekundäre Varikose.

Eine Überdehnung der Venen aufgrund einer genetischen Vorbelastung bezeichnet man als primäre Varikose. Aufgrund der zusätzlichen Erdanziehung wirkt sich die Varikose erheblich auf den Körper aus. Starkes Übergewicht, ungesunde Ernährung, Zigarettenkonsum und Bewegungsmangel begünstigen die Auswirkungen zusätzlich.

Diverse Folgeerkrankungen aufgrund weiterer Beschwerden bezeichnet man als sekundäre Varikose. Eine Beinvenenthrombose kann die Ursache für die Entstehung der sekundären Varikose sein.

Krampfadern sollten schnellstmöglich behandelt werden um langandauernde Folgen zu verhindern. Ödeme sowie Thrombosen und damit verbundene Beschwerden und Einschränkungen können mit einer frühen Behandlung erheblich minimiert werden.

Spezialisierte Fachärzte für die Varizen-Behandlung

Für die Behandlung von Krampfadern sollte unverzüglich ein Facharzt aufgesucht werden. Hierfür ist es sinnvoll sich bei einem Venologen vorzustellen. Dieser ist auf Venenerkrankungen und dessen Behandlungsmöglichkeiten spezialisiert. Nachdem der Facharzt eine genaue Diagnose gestellt hat, kann dieser den Behandlungsablauf erstellen und gegebenenfalls notwendige Eingriffe vornehmen. Sollen die Eingriffe durch einen anderen Arzt durchgeführt werden, ist es dennoch wichtig sich bei einem Venologen vorzustellen.

Operative Eingriffe können anschließend durch spezialisierte Ärzte in einer anderen Klinik oder Praxis erfolgen. Dies ist dann notwendig, wenn der zuständige Venologe keine Operationen durchführt. In der Regel arbeitet er mit Kollegen zusammen, die die entsprechenden Eingriffe vornehmen können. Stripping-Operationen und Verödungen sollten ausschließlich von erfahrenen Fachärzten durchgeführt werden, da eine Operation der Krampfadern sehr aufwendig ist und höchste Sorgfalt erfordert. Idealerweise wird dieser Eingriff von einem Chirurgen vorgenommen, der bereits über ausgiebige Kompetenzen in dem Gebiet der Venologie als auch der Chirurgie verfügt. Hierfür kommen sowohl Fachärzte für die plastische als auch für die ästhetische Chirurgie in Frage.

Krampfadern Darstellung Druchblutung
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Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten

Die Möglichkeiten für eine individuell angepasste Behandlung sind aufgrund der fortgeschrittenen Medizin heute sehr vielfältig. Nachdem der Schweregrad der Erkrankung festgestellt wurde, kommen unterschiedliche Therapien, konservative Behandlungen oder Operationen in Frage. Da eine Operation grundsätzlich mit höheren Risikofaktoren verbunden ist, wird zunächst die Möglichkeit zur konservativen Behandlung bevorzugt. Kann jedoch kein Behandlungserfolg erzielt werden, werden die möglichen Operationsverfahren in Erwägung gezogen. Während eine konservative Behandlung die Beschwerden vorrangig lindert, werden die Krampfadern innerhalb der Operation gänzlich entfernt. In manchen Fällen wird direkt von einer alternativen Behandlung abgesehen und eine Operation vorgezogen.

Die Varikose ist eine anerkannte Krankheit. Daher übernimmt die Krankenkasse die üblichen Kosten für die Behandlung. Wünscht der betroffene Patient eine neuartige Behandlung oder eine spezielle Operation, die über die Notwendigkeit hinausgehen, müssen die zusätzlichen Kosten selbst getragen werden. Es ist daher ratsam den Behandlungsablauf sowohl mit den behandelnden Ärzten als auch mit der zuständigen Krankenkasse abzusprechen. Manchmal werden zusätzliche Kosten von der Krankenkasse übernommen oder bezuschusst.

Nichtoperative Behandlungswege

Eine erfolgreiche und endgültige Heilung ist trotz modernster Behandlungsvarianten nicht möglich. Jedoch können die Beschwerden mit unterschiedlichen Verfahren erheblich minimiert werden. Durch die Linderung der optischen und körperlichen Beschwerden wird die Lebensqualität wiederhergestellt. Während eine fortgeschrittene Varikose möglichst zeitnah operiert werden sollte, reicht die konservative Behandlung in einem frühen Stadium meistens aus. Bevor ein operativer Eingriff erfolgt, werden unterschiedliche Behandlungsmethoden miteinander kombiniert oder in bestimmten Abständen vorgenommen. Typische Behandlungsvarianten sind individuelle Bewegungstherapien, die Einnahme von Medikamenten, eine Lymphdrainage und spezielle Cremes. Für eine eigens auf den betroffenen Patienten abgestimmte Behandlung werden die Ursachen für die Varikose genau geprüft.

Die Bewegungstherapie

Die Bewegungstherapie ist eine äußerst wirkungsvolle Behandlung, wenn die Ursache der Varikose auf eine mangelnde Bewegung zurückzuführen ist. Dies kommt oft bei älteren Menschen oder bewegungseingeschränkten Menschen vor. Krampfadern lassen sich insbesondere durch sportliche Tätigkeiten vermeiden, da Sport den Blutkreislauf fördert und die Venen dadurch entlastet. Ist ein vielseitiger Bewegungsablauf im Alltag nicht umsetzbar, können die Venen gelegentlich durch Hochlegen der Beine entlastet werden. Kalte Umschläge fördern den Blutkreislauf zusätzlich.

Medikamentöse Behandlungen

Es gibt diverse Medikamente für die optimale Behandlung der Beschwerden. Pflanzliche Mittel können in der Apotheke rezeptfrei erworben werden. Weitere Medikamente werden vom Arzt verordnet, sodass die Einnahme ideal auf die Behandlung abgestimmt ist. Außerdem ist eine Kombination verschiedener Medikamente nach Absprache mit dem behandelnden Arzt sinnvoll. Medikamente können somit lokal in Form von Salben und Cremes oder oral mit Tabletten oder Kapseln eingenommen werden.

Heparin und Hirudin beugen Thrombose vor, da diese Inhaltsstoffe die Blutgerinnung hemmen. Besonders für Patienten mit Varikose sind Heparin und Hirudin vorteilhaft.

Zusätzlich beinhalten die verordneten Medikamente venentonisierende Stoffe. Diese stärken die Venenwände und fördern dessen Elastizität. Die Durchlässigkeit poröser Venenwände wird außerdem durch Ödem-Protektiva reduziert. Wasserablagerungen im Gewebe werden mit diesem Wirkstoff vorgebeugt. Diurektiva ist ein alternatives Medikament, welches eingenommen wird, wenn die Protektiva keinen Erfolg erzielen.

Weinlaub und Rosskastanie sind hingegen pflanzliche Mittel, die bei einer Varikose angewendet werden können. Obwohl diese in Apotheken frei verkäuflich sind, sollte die Zustimmung des behandelnden Arztes eingeholt werden.

Die manuelle Lymphdrainage

Die Behandlung mittels einer Lymphdrainage wird von einem ausgebildeten Masseur oder Physiotherapeuten mit den notwendigen Qualifikationen durchgeführt. Die manuelle Lymphdrainage ist eine medizinische Massage und setzt sich aus gezielten Streichungen zusammen, die den Lymphfluss anregen und überschüssiges Gewebewasser ableiten. Die Flüssigkeit wird anschließend vom Körper ausgeschieden. Die entsprechende Körperregion wird demnach entwässert und entschlackt. Diese Massage sollte regelmäßig wiederholt werden um einen positiven Einfluss auf die gesamte Varikosen-Behandlung zu haben.

Kompressionsbehandlung und Kompressionstherapie

Durch Kompressen herbeigeführter Druck wird die Rückstromfunktion des Blutkreislaufes unterstützt. Ist eine langfristige Liegezeit in einer Klinik erforderlich, werden dort spezielle Stütz- und Kompressionsstrümpfe verwendet. Durch die Strümpfe wird ein langfristiger und gleichbleibender Druck ausgeübt. Die Venenwände werden somit zusammengedrückt, was zur Folge hat, dass angestautes Blut zurückfließen kann.

Derartige Thrombosestrümpfe kommen ausschließlich in Krankenhäusern oder speziellen Einrichtungen zur Anwendung. Für den privaten Gebrauch zum Beispiel auf längeren Flugreisen, können Thrombosestrümpfe im Kaufhaus erworben werden. Patienten mit einer Varikose-Erkrankung benötigen hingegen speziell angepasste Strümpfe. Diese sind in einem Sanitätshaus erhältlich. Erforderlich ist hierfür die Abklärung, wie fortgeschritten die Krankheit bereits ist. Nur so lassen sich die Strümpfe individuell mit der optimalen Druckstärke anpassen. Außerdem müssen besondere Auffälligkeiten, wie Bluthochdruck zuvor abgeklärt sein.

Bei leichten Krampfadern sind die medizinischen Kompressionsstrümpfe besonders erfolgsversprechend. Werden diese über einen langfristigen Zeitraum getragen, werden die Krampfadern stark vermindert. Ist die Krankheit bereits fortgeschritten, verhindern die medizinischen Kompressionsstrümpfe mindestens die Folgeerscheinungen einer Varikose.

Behandlung mit Verödung und Sklerosierung

Die Wirksamkeit einer Sklerosierung oder Verödung ist enorm hoch. Diese Behandlungsform gehört zu den konservativen Methoden. Eine Operation ist für eine Verödung nicht notwendig. Die betroffenen Venen werden mit unterschiedlichen Techniken verödet. Obwohl die Krampfadern anschließend vom Blutkreislauf abgetrennt sind und die Beschwerden damit erfolgreich gelindert sind, sollten weitere vorbeugende Möglichkeiten in Erwägung gezogen werden um gesunde Venen vor neuen Varizen zu schonen. Das gilt vor Allem für Patienten mit genetisch bedingten Varizen.

Der Operationsablauf ist bei unterschiedlichen Techniken stets miteinander vergleichbar. Die zu behandelnden Venen werden mit einem speziellen Wirkstoff von innen verklebt. Das geschieht indem der behandelnde Arzt das Mittel mithilfe einer Spritze in die betroffenen Venen injiziert. Folglich entsteht eine herbeigeführte Entzündung, durch die sich die Venen veröden lassen. Mit dieser Behandlung sind die Krampfadern kein Bestandteil des Blutkreislaufes mehr. Dadurch erholt sich der Blutkreislauf in den gesunden Venen und kann das Blut wieder problemlos zirkulieren.

Das Veröden der Venen ist bei Besenreißern, Krampfadern in der Speiseröhre sowie Seitenastkrampfadern hilfreich. Eine Schaumsklerosierung wird bei größeren Krampfadern angewendet. Ein entsprechender Wirkstoff wird mit Sauerstoff vermischt. Dadurch bilden sich kleinste Bläschen im Wirkstoff. Dieser kann anschließend zur Behandlung der großen Krampfadern angewandt werden. Nach der erfolgreichen Behandlung muss der Patient für einige Tage den Kompressionsstrumpf tragen. Eine Nachuntersuchung durch den behandelnden Arzt ist immer erforderlich.

Mögliche operative Verfahren

Eine Operation ist vor allem dann notwendig, wenn die Varikose bereits weit fortgeschritten ist oder eine konservative Behandlung aufgrund einer ungünstigen Lage der Krampfadern nicht möglich ist. Stamm- und Verbindungsvenen sollten frühzeitig entfernt werden, da die Beschwerden sich zunehmend verschlimmern und einen Eingriff erschweren.

Das Stripping-Verfahren

Stripping ist ein bewehrtes operatives Verfahren. Diese Operation kann auch trotz neuer und modernster Methoden nicht ersetzt werden. Die Erfolgsrate ist durch die speziell erprobte Technik enorm hoch, wenn auch zugleich mit hohem Aufwand für Patient und Arzt verbunden. Selbst erkrankte Stammvenen, die sich als schwer behandelbar erweisen, können mit Stripping behandelt werden.

Mithilfe der Stripping-Methode werden die betroffenen Venen je nach Schweregrad teilweise oder ganz entfernt. Hierfür kann sich der Patient für eine örtliche Betäubung oder Vollnarkose entscheiden. Eine spezielle Sonde wird in die gesamte Krampfader oder in den erkrankten Venenbereich eingeführt und anschließend miteinander fixiert. Die betroffene Vene wird daraufhin an beiden Enden durchtrennt und somit vom Blutkreislauf getrennt. Beim Herausziehen der Sonde wird die abgetrennte Vene direkt entfernt. Nach der Behandlung müssen ebenfalls entsprechende Kompressionsstrümpfe getragen werden. Dies kann einige Wochen andauern. Der Erholungsprozess kann mithilfe gerinnungshemmender Salben kombiniert werden.

Für die Operationen nach der Stripping-Methode sollte ebenfalls ein spezialisierter Arzt aufgesucht werden, da dieser Eingriff bei unsachgemäßer Handhabung aufgrund fehlender Qualifikation zu erheblichen Komplikationen führen kann. Schwellungen und Schmerzen sind in den ersten Tagen nach der Operation allerdings bedenkenlos. Befolgt der Patient die Anweisungen des Arztes, trägt die verordneten Strümpfe und wendet die Salben an, sind Nachfolgen ausgeschlossen. Wurden während der Operation Lymphgefäße verletzt, kann es zu einem Lymphstau kommen. Hierbei tritt Flüssigkeit in das umliegende Gewebe aus und kann zu starken Wasseransammlungen führen, welches sich im gesamten Bein ausbreitet und den Heilungsprozess stört. Beim geringsten Verdacht ist ein Arzt aufzusuchen.

Transilluminationsunterstützende Venenentfernung

Dieses Verfahren ist eine erweiterte Form der Stripping-Methode. Kaum erreichbare Venen erschweren sämtliche Behandlungsmöglichkeiten, da die Krampfadern nicht eindeutig lokalisiert werden können. Die Transilluminationsunterstützende Venenentfernung ermöglicht das Lokalisieren tiefsitzender und schlecht sichtbarer Venen.

Die betroffene Körperregion wird seitlich mit einer Lichtquelle angestrahlt. Zugleich wird eine Sonde auf der gegenüberliegenden Seite eingeführt und die betroffene Vene mit dem Stripping-Verfahren entfernt.

Laser- oder Radiowellentherapie

Ähnlich, wie bei der Stripping-Methode wird hier eine Sonde in die kranke Vene eingeführt. Anschließend wird die Vene jedoch nicht aus dem Körper entfernt, sondern mittels Laser- oder Radiowellenimpulse von innen verödet. Möglich ist dies durch eine in der Sonde liegende Energiequelle. Mit diesem Verfahren können Krampfadern großflächig verödet werden. Auch hier ist die behandelte Vene kein Bestandteil des Blutkreislaufes mehr.

Die Chiva-Methode

Diese Behandlung der Krampfadern ist das modernste Verfahren auf diesem Gebiet. Die Chiva-Methode wird als konservative Behandlung eingestuft, da sie minimalinvasiv und schonend ist. Der Name Chiva steht für eine ambulante, venenerhaltende und blutflusskorrigierende Behandlung. Während des Eingriffs wird der Blutkreislauf wiederhergestellt ohne dabei unnötig viel Venengewebe zu entfernen. Da möglichst viel Venengewebe erhalten bleiben soll, ist diese Art der Behandlung das Gegenteil aller üblichen Behandlungsmethoden. Vergrößerte Venen können sich zurückbilden, wenn der Blutkreislauf mithilfe der Chiva-Methode stabilisiert ist. Hierfür werden ausschließlich zuvor festgelegte Krampfadern durchtrennt. Derzeit wird diese neue Behandlungsmöglichkeit erforscht, weshalb der Eingriff nur von wenigen Ärzten durchgeführt wird.

Bevor der Eingriff nach der Chiva-Methode stattfindet, wird der Patient genau untersucht. Eine Ultraschalluntersuchung ist notwendig um die Durchlässigkeit der Venenwände zu prüfen. Aufgrund der Ergebnisse kann der Arzt die Krampfadern bestimmen, die durchtrennt werden müssen. Vor dem Eingriff werden die zu durchtrennenden Venen am Bein markiert. Eine lokale Betäubung reicht für diese Behandlung aus. Entlang der Markierungen werden nun kleine Stiche oder Schnitte direkt an den Seitenästen der Venen gesetzt. Mit diesem Vorgehen können die Venen durchtrennt werden. Größere Einschnitte werden seltener vorgenommen. Dies hängt vom Umfang der Krampfader ab. Das Nähen der Schnitte ist ebenfalls nur bei größeren Einschnitten notwendig. Alternativ werden Klemmpflaster auf die Wunden gelegt. Während der Patient in den ersten Wochen nach dem Eingriff einen Kompressionsstrumpf tragen muss, kann dieser sich jedoch ohne Schonhaltung bewegen. Bewegungen regen den Blutkreislauf an und verbessern das Ergebnis zusätzlich.