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Hohlwarzen Schlupfwarzen Operationen – Methoden, Kosten und Ärzte

Informationen zur  Behandlung der Schönheitsoperation bzw. Beauty OP wie Gefahren, Arzt, Kosten, Preis, Informationen, Vorher Nachher, Nebenwirkungen und Erfahrungsberichte

Bevor Sie sich für eine Operation entscheiden, sollten Sie sich bei einem Beauty-Arzt vor Ort beraten lassen. Ebenfalls ist es in einigen Fällen möglich, das die Krankenkasse diese Operation bezahlt.

Was sind Hohlwarzen und welche Operationsmethoden gibt es?

Als sogenannte Schlupf- oder Hohlwarzen werden Brustwarzen bezeichnet, die sich nach Innen stülpen. Dabei gibt es verschiedene Ursachen und Formen für diese Hohlwarzen. Doch eines steht fest, für viele betroffene Frauen stellen diese eine extreme psychische Belastung dar. Dies deshalb, da die weibliche Brust als wichtiges Geschlechtsmerkmal merklich unter Beobachtung steht. Dies nicht nur von Männern, sondern insbesondere von betroffenen Frauen, wobei hier der ästhetische Eindruck das gesamte Bild beeinflusst. Dies kann zu Hemmungen im sexuellen führen bis hin zu einen verminderten Selbstwertgefühl und zusätzlich noch die Scham sich nackt zu zeigen.

Doch die sexuelle Funktion ist dabei nicht die Einzige, denn auch Neugeborene sollen durch die Brust mit Nahrung versorgt werden. Somit können Hohl- oder Schlupfwarzen nicht nur ästhetische ein Problem darstellen, sondern auch in ihrer Funktionalität. Daher wird hier in bestimmten Fällen auch nicht von einer Schönheitsoperation gesprochen, was häufig zur Brustrekonstruktion durch den Arzt führen kann. Denn erst durch eine solche Operation, besteht die Möglichkeit, das auch ein Baby gestillt werden kann. Daher ist es auch so wichtig, sich zuerst von einem Arzt untersuchen zu lassen, da in diesen Fällen die Krankenkasse oftmals die Kosten übernimmt. Bei einer reinen Schönheitsoperation wäre dies nicht der Fall.

Wie entstehen Schlupfwarzen überhaupt?

In vielen Fällen liegt ein genetischer Defekt vor, der sich durch die Hohl- oder Schlupfwarzen bemerkbar macht. Dabei kann dies schon häufig in jüngeren Jahren erkannt werden. Natürlich sollte erst eine Operation erfolgen, wenn die Brust voll ausgebildet ist. Dabei leiden gerade junge oder heranwachsende Frauen unter diesen verformten Brustwarzen, die immer sehr unschön aussehen. Hier kann in einigen Fällen ein frühzeitiger operativer Eingriff schlimmere Folgen für betroffen Frauen abwenden, wobei in einigen Fällen die Hohlwarzen nicht so stark ausgeprägt sind, können sich diese wieder zurückbilden. Dies geschieht häufig nach einer Schwangerschaft und durch das Stillen. Dabei gibt es die sogenannten erworbenen Schlupf- oder Hohlwarzen, wobei bei diesen größte Vorsicht geboten ist. Denn hierbei kann es sich um eine Form von Brustkrebs handeln. Hier sollte erst eine Untersuchung bei einem Onkologen erfolgen und bei einem Mammologen. Beide sind Spezialisten für Krebserkrankungen und Fachärzte für die weibliche Brust.

Um die sinnvollste Behandlungsmethode zu bestimmen, wir die Ausprägung der Schlupf- und Hohlwarzen in unterschiedliche Grade unterteilt. Dabei gibt es sogenannte konservative Behandlungen sowie das dauerhafte operative Verfahren. Dabei können durch Massage oder Stimulation die Hohlwarzen wieder nach außen gestülpt werden. Dies geht allerdings nur bei dem ersten Grad, wobei dies keine dauerhafte Behandlung handelt, womit eine Operation immer zu empfehlen ist. Beim zweiten Grad der Hohlwarzen können diese herausgezogen werden, doch kehren diese sofort wieder in die ursprüngliche Position zurück. Hier reichen leichte Stimulationen nicht mehr aus, um die Brustwarze nach außen zu stülpen. Der dritte Grad ist zudem gleichzeitig der schwerste, denn hier lassen sich die Brustwarzen kaum oder überhaupt nicht herausziehen. Hier ist eine Operation der einzige dauerhafte Weg.

Der Arzt entscheidet über die Behandlung

In der Regel entscheiden viele Ärzte zur Behandlung mit der konservativen Methode. Hierbei ist diese Entscheidung unabhängig vom Grad der Ausprägung der Hohl- oder Schlupfwarzen, wobei diese Methode fast ohne Risiken behaftet ist und somit oftmals eine Schönheitsoperation überflüssig macht. Dabei richtigen sich die meisten Techniken überwiegend an Mütter, die stillen. Doch gerade junge Frauen die enorm unter dem verunstalteten Aussehen leiden, hilft in der Regel nur noch ein operativer Eingriff.

Dabei helfen spezielle Massagetechniken nur bei Schlupfwarzen, die den ersten oder zweiten Grad aufweisen. Eine tägliche Massage der Brustwarzen ist hier nötig, wobei hierdurch das Bindegewebe gestärkt wird. Denn es gibt die Vermutung das die Ursache für Schlupf- und Hohlwarzen mit einem zusammengezogenem Bindegewebe in Verbindung stehen. Durch die Massage soll nun dieses Bindegewebe gelockert und damit auch erweitert werden. Dabei gibt es eine bekannte Methode, die sich Hoffmanntechnik nennt. Bei dieser Technik werden zwei Finger auf den Hofrand der Warzen gelegt und dann wird durch ziehen und gleichzeitigem leichtem Druck, diese auseinandergezogen. Doch der erste Erfolg kann nach einigen Monaten oder sogar erst nach einem halben Jahr sichtbar werden.

Dabei gibt es ein Gerät zur Bindegewebsdehnung, das bei Operationen zum Einsatz kommt. Dies ist der sogenannte Brustwarzenformer, wobei dieser auch im Handel von vielen Markenherstellern von Babyzubehör vertrieben wird. Dies deshalb weil dieser nicht nur ästhetische, sondern auch funktional eine wesentliche Verbesserung verspricht. Hierbei sollen nicht nur Brustwarzen erweitert werden, vielmehr auch die Milchgänge. Dabei ähnelt dieser Reformer in der Oberfläche und der Form einer weiblichen Brustwarze, womit dieser auch ganz unauffällig unter Kleidung getragen werden kann. Mittels einem Schlauch wird hier Unterdruck erzeugt, wobei dieser immer schmerzfrei sein muss. Der Brustwarzenformer muss ungefähr acht Stunden getragen werden und dies täglich. Dies über einen Zeitraum von einigen Monaten, wobei Mütter die stillen und eine Hohlwarze haben, können den Reformer erst nach der Geburt und unmittelbar vor dem Stillen anlegen.

Sogenannte Brusthütchen sind eine vorübergehende Lösung, die allerdings nur für Mütter die Stillen gedacht sind. Diese werden ebenfalls von namhaften Herstellern von Babyzubehör vertrieben. Dabei imitieren diese Brusthütchen die natürliche Form der Brustwarzen und werden einfach auf die Schlupf- oder Hohlwaren aufgesetzt. Durch eine kleine Öffnung kann das Baby trotz Brusthütchen, ganz normal gestillt werden, obwohl dieses Hütchen aufgesetzt ist. Doch hierbei ist es wichtig, das die Milchgänge schon ausreichend geweitet sind, denn bei vielen Fällen kommt es nicht nur zu Hohlwarzen, sondern gleichzeitig auch dazu, das die Milchgänge verengt sind.

Rekonstruktion durch Brustwarzenoperation

Dabei gibt es immer Argumente für oder gegen eine solche Brustwarzenoperation, die dabei sehr individuelle verschieden sein können. Hierbei kann bereits bei jüngeren Frauen psychische Belastungen und ebenfalls Komplexe vermieden werden, wobei eine solche Operation später bei einer Schwangerschaft oder auch beim Stillen negative Auswirkungen haben kann. Dies muss vorher von einem Arzt berücksichtigt und abgewogen werden.

Die richtige Auswahl beim Arzt treffen

Diese ist die wichtigste Voraussetzung, denn dieser Arzt muss seriös und natürlich eine fachliche Kompetenz aufweisen. Hier sollten betroffene Patientinnen auf gewisse Titel wie Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie oder Facharzt für plastische Chirurgie achten. Dabei sind Bezeichnungen wie kosmetischer Chirurg oder Schönheitschirurg nicht juristisch geschützt und können von jedem Mediziner einfach genutzt werden. Allerdings ist hier die Kompetenz mehr als fraglich, womit ein Arzt mit einer solchen Bezeichnung lieber nicht aufgesucht werden sollte. Wer ganz sicher gehen möchte, der kann Adressen von kompetenten Ärzten über den Dachverband DGPRÄC erhalten.

Zusätzlich sind auch einschlägige Erfahrungen im Bereich der Brustwarzenoperation sehr wichtig. Damit die Patientin einen ersten Eindruck von dem Arzt erhält, sollte dieser einige Eingriffe am besten fotografisch dokumentiert haben.. Natürlich sollte direkt zum Behandlungsbeginn ein Beratungsgespräch durch den Arzt stattfinden, wobei auch die Methode besprochen wird. Dabei wird ein solcher Eingriff mit allen Risiken und eventuelle Komplikationen besprochen. Dabei werden natürlich auch Fragen beantwortet, die immer auftreten können. Ebenso werden Zweifel sehr ernst genommen, gerade auch, was eine zukünftige Familienplanung betrifft. Dabei müssen gerade jüngere Patientinnen ganz genau aufgeklärt werden, wie sich auch ein missglückter Eingriff für Folgen haben kann. Dieser kann sich sowohl auf die Schwangerschaft wie auch auf das Stillen negativ auswirken. In Deutschland gibt es hierfür eine Mindestbedenkzeit von 14 Tagen, die auch gesetzlich so geregelt ist.

Wichtige Hinweise vor der Operation einhalten

Um Komplikationen während einer Operation zu vermeiden, sollten wichtige Hinweise vor dem Termin eingehalten werden. Hier steht an oberster Stelle, das kein Alkohol getrunken werden darf. Ebenso dürfen keine Medikamente die das Blut verdünnen eingenommen werden. Zu diesen Medikamenten gehören zum Beispiel Aspirin oder Schmerzmittel die ASS als Inhaltsstoffe haben. Ebenso sollte auch auf Zigaretten also auf Nikotin verzichtet werden, da dieser die Gefäße verengt und hierdurch die Durchblutung wesentlich verschlechtert wird. Bei einer Vollnarkose darf am Tag des Eingriffes auch vorher nichts mehr gegessen werden.

Die verschiedenen Arten der Eingriffe

Hierbei gibt es verschiedene Varianten bei der Operation, wobei diese unter lokaler oder auch unter Vollnarkose durchgeführt werden können.

Variante eins

Dabei handelt es sich um eine relativ schonende Variante die gerade bei jungen Frauen sinnvoll sein kann. Gerade wenn diese noch vor der Familien- und Kinderplanung stehen. Allerdings ist diese Variante nur wenig erfolgversprechend. Hierfür werden die für die Hohlwarzen verantwortlichen Bindegewebsfasern gelöst, womit die Brustwarze dann nach außen treten kann. Hierfür werden mehrere Schnitte um den Warzenhof gesetzt, wobei auch die Position der Brustwarze verändert werden kann. Anschließend werden diese Schnitte mit Wundfaden vernäht.

Variante zwei

Diese ist die radikalere aber auch wirksamste Operationsmethode, wobei hier die Milchgänge durchtrennt werden. Diese befinden sich direkt hinter der Brustwarze und können für die verkürzte und nach innen gestülpte Form, der Brustwarze verantwortlich sein. Hierbei trennt der Chirurg während des Eingriffes die Milchgänge und die Bindegewebsfasern direkt am Warzenhof durch. Dabei ist die andere Variante die Spaltung der Brustwarze, womit die verkürzten Fasern direkt durchtrennt werden. Hierbei muss die Brust oft durch ein Hautgewebe noch zusätzlich unterfüttert werden. Bei beiden Arten der Operationsmethode muss die Brustwarze rekonstruiert werden, was meistens durch Fäden aus Silikon geschieht.

Schonzeit und Nachsorge einhalten

Die Nachsorge nach einer Operation wird durch einen speziellen Wundverband gewährleistet. Dieser schützt die noch fragile Brustwarze und saugt gleichzeitig noch austretendes Wundwasser und Blut auf. Dabei ist ein Aufenthalt auf der Station nicht notwendig, allerdings sollte die Patientin zu Hause noch einige Tage Ruhe und Schonung einhalten. Dabei sollte einige Wochen auf Sport oder andere intensive Belastungen auch auf der Arbeit verzichtet werden. Es darf keinerlei Druck auf die Narben ausgeübt werden. Ebenso sollte bei einem Besuch im Solarium die Zeit verringert werden, was auch für Sonnenbäder gilt. Ansonsten kann es gerade an den Nahtstellen zu weißen Flecken kommen.