Halsstraffung

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Halsstraffung Halslifting Doppelkinn Behandlung
Sergey Furtaev/shutterstock.com

Halsstraffung oder Halslifting

Informationen zur  Behandlung der Schönheitsoperation bzw. Beauty OP wie Gefahren, Arzt, Kosten, Preis, Informationen, Vorher Nachher, Nebenwirkungen und Erfahrungsberichte

Die Halsstraffung oder auch Halslifting ist ein chirurgischer Eingriff, welcher in Kombination mit einer Straffung des Gesichtes oder einzelnen durchgeführt werden kann. Hierbei handelt es sich um eine Möglichkeit, sichtbarer Hautalterung entgegenzuwirken. Im fortgeschrittenen Stadium empfiehlt sich für ein einheitliches, harmonisches Gesamtbild der kombinierte Eingriff. Es bedarf nicht immer der großen Operation, um ästhetische Verbesserungen zu erreichen.

Wissenswertes

Patienten entscheiden sich für eine Halsstraffung, um der natürlichen Hautalterung, welche langsamer oder schneller voranschreitet, entgegenzuwirken. Im Alter von 25 bis 30 Jahre beginnt die Alterung der Haut. Der Alterungsprozess wird bedingt durch einen langsameren Stoffwechsel und verlangsamter Neubildung von Hautzellen. Die stützenden, kollagenen Bindegewebsfasern, die der Haut ihre Straffheit verleihen, nehmen ab. Straffheit und Elastizität der Haut gehen verloren. Die Haut hängt am Hals herunter und wirkt nicht mehr schön. Dieser Prozess kann durch ausgiebige Sonnenbäder oder starken Nikotinkonsum noch beschleunigt werden. Die Hände, das Gesicht und der Hals besitzen sehr dünnes Bindegewebe und sind daher die ersten Stellen am Körper, an denen die Hautalterung sichtbar wird. Im frühen Stadium helfen noch Anti-Aging-Cremes sowie andere hautstraffende Maßnahmen. Doch mit dem Älterwerden ist eine Schönheitsoperation oft die einzige Möglichkeit, um ein ästhetisches Bild wiederherzustellen. Besonders schnell erschlafft die dünne Haut am Hals. Hierbei hilft dann das Halslifting, damit der Hals wieder schön, ebenmäßig und straff erscheint. Ob alleine oder in Kombination mit einem Facelifting ist das Ziel bei beiden Eingriffen das Gleiche – das Aussehen soll eine jugendliche Frische erhalten, verjüngt werden und damit dem innerlichen Wohlbefinden den passenden äußeren Ausdruck verleihen.

Arzt für eine Halsstraffung

Bei der Halsstraffung handelt es sich um eine Schönheitsoperation, also einen chirurgischen Eingriff unter Vollnarkose. Wer sich den Hals straffen lassen möchte, sollte den Arzt und die Klinik sehr sorgfältig auswählen, um hinterher keine bösen Überraschungen zu erleben. Die sorgfältige Wahl garantiert ein sicheres wie auch ästhetisches Resultat. Diese Suche wird erschwert durch fehlende medizinische Richtlinien. Jeder Mediziner darf sich unabhängig seiner Qualifikation „Schönheitschirurg“ nennen ohne dass dies überprüft wird. Jedoch gibt es Indizien für qualifizierte Ärzte mit ausreichend Fachwissen. Diese Ärzte nennen sich Facharzt für Plastische Chirurgie oder Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Dies sind gültige Titel in Deutschland. Innerhalb ihrer Ausbildung haben diese Ärzte eigenständig mindestens 600 plastisch-chirurgische Operationen durchgeführt. Zusätzlich mussten sie eine entsprechende Prüfung ablegen und besitzen dementsprechend die nötige Qualifikation. Adressen entsprechend qualifizierter Ärzte findet man beim Dachverband DGPRÄC (http://www.dgpraec.de). Im Klinikfinder sind Ärzte aus ganz Deutschland aufgeführt vom hohen Norden bis in den Süden, von Westen bis in den Osten, welche sich auf chirurgische Eingriffe wie das Facelifting oder die Halsstraffung spezialisiert haben.

Kosten der Halsstraffung

In einer Klinik in Deutschland muss der Patient durchschnittlich 3.000 bis 5.000 Euro für ein Halslifting bezahlen. Wird dieser Eingriff mit einem Facelifting kombiniert oder auch nach Aufwand, können die Kosten höher ausfallen. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel keinen Anteil an dieser Operation, da sie diesen Eingriff als ästhetische Maßnahme einstufen. Die Patienten müssen ihre Halsstraffung daher selbst bezahlen.

Die Operation

Für eine optimale Halsstraffung kann sich der Patient bereits im Vorfeld gut vorbereiten. Blutverdünnende Medikamente sollten in Rücksprache mit dem Arzt zwei Wochen vor dem Eingriff abgesetzt werden und es sollte in der Zeit vor der OP auf Alkohol verzichtet werden. Nimmt der Patient verschreibungspflichtige Medikamente ein, sollte er dies mit dem Arzt besprechen und die Einnahme mit diesem abstimmen. 12 Stunden vor dem Eingriff darf der Patient nicht mehr essen und trinken, um zur OP nüchtern zu sein.

Der Eingriff für das Halslifting erfolgt unter Vollnarkose. Je nach Aufwand kann die Operation zwei bis mehrere Stunden dauern. Bereits im Vorfeld zeichnet der Arzt die Schnittlinien direkt auf die Haut auf. Diese dienen dem Arzt während der OP als Markierung, wo er seine Schnitte setzt, um das Gewebe zu öffnen. Für das ästhetische Bild verlaufen diese Linien meist unterhalb des Kinns, wo sie später nicht direkt zu sehen sind. Die überschüssige, schlaffe Haut wird über diese Schnittlinien entfernt. Auch überschüssiges Fettgewebe wird beseitigt. Die Haut am Hals wird gestrafft und neu ausgerichtet. Am Ende vernäht der Arzt die Schnitte und verbindet den Patienten. Entstehende Wundflüssigkeit sowie Blut können über ein Drainageröhrchen ablaufen, welches einige Tage in der Wunde verbleibt.

Risiken sowie Komplikationsmöglichkeiten

Es handelt sich bei dem Halslifting um einen chirurgischen Eingriff unter Vollnarkose, welcher mit Risiken verbunden ist. Der Anästhesist klärt im Vorgespräch über die möglichen Risiken auf der Narkose auf.

Zu den Risiken der Operation kommen typische Nachwirkungen bis hin zu schwerwiegenden Komplikationen mit gesundheitlichen Folgen hinzu. Der operierende Arzt wird darüber im Vorgespräch aufklären. Um dem entgegenzuwirken, ist es bereits von großer Bedeutung, einen fachlich qualifizierten Arzt auszuwählen (siehe oben). Dennoch garantiert dies nicht, dass es keine Nachwirkungen geben wird.

Im Gesicht und entlang des Halses verlaufen verschiedene Nervenbahnen speziell auch diese für die mimische Gesichtsmuskulatur. Selten werden diese durch die OP geklemmt oder sogar durchgeschnitten. Kommt es jedoch dazu, wirkt sich diese auf die Empfindungen sowie die Steuerung der Mimik aus. Häufige Nebenwirkungen nach der OP sind gereizte Haut- oder auch Gesichtspartien, Rötungen und Schwellungen im Bereich des Eingriffs. Diese sollten nach einigen Wochen von alleine verschwinden. Sollte es zu starken Nachblutungen kommen, muss ein Arzt sich dies sofort ansehen. Durch zu frühe, zu starke Belastung, Nikotin- oder Alkoholkonsum, Unachtsamkeit kann die Wundheilung gestört werden. Dies kann zu schwulstigen Narben führen, welche wiederum anfangen zu jucken. Dies verschlechtert zudem das ästhetische Endergebnis. Selten infizieren sich die Narben. Bei dieser Nebenwirkung sollte eine sorgfältige Nachbehandlung stattfinden.

Nach dem Eingriff

Bei der Halsstraffung handelt es sich um einen stationären Eingriff. Nach der OP verbleibt der Patient einige Tage in der Klinik, um die Wundheilung zu überwachen. Der operierte Bereich wird durch einen Wundverband geschont sowie geschützt. Wichtig ist es, auch nach der OP auf Alkohol und Nikotin zu verzichten sowie auf blutverdünnende Medikamente. Diese können zu Einblutungen führen, welche Komplikationen nach sich ziehen. Die Einnahme lebensnotwendiger Medikamente müssen mit dem Arzt besprochen werden. Für die folgenden sechs Wochen sollte auf Sport sowie körperliche Belastung verzichtet werden. Der Patient sollte ebenfalls Saunagänge, Sonnenbäder und den Besuch von Solarium aussetzen. Die hohe Wärmeeinwirkung wirkt sich negativ auf die Heilung der Wunde aus und kann zu Pigmentstörungen entlang der Narbe verursachen.