Gesichtslifting

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Gesichtslifting und Midfacelift

Alterungsprozesse machen sich am deutlichsten im Gesicht bemerkbar, in Form von Falten. Wie ausgeprägt sie sind, hängt vor allem von der erblichen Veranlagung und der Sonneneinstrahlung ab, der wir das Gesicht im Lauf der Jahre ausgesetzt haben. Man unterscheidet zwischen Gesichtslifting (Facelift, SMAS-Lift) und Midfacelift (Mittelgesichtsanhebung).

Kurzinfo Gesichtslifting und Midfacelift

  • Mindestalter: 45 Jahre
  • Dauer:  je nach Ausmaß zwischen einer und drei Stunden
  • Anästhesie: Dämmerschlaf oder Vollnarkose
  • ambulant/stationär: Tagesklinik oder ein bis drei Tage stationärer Aufenthalt
  • Duschen: am nächsten Tag; Haarewaschen erst nach zehn Tagen
  • Sport: nach drei bis vier Wochen
  • Sonne: frühestens nach sechs Monaten
  • arbeitsfähig: nach einer Woche, gesellschaftsfähig nach drei Wochen
  • endgültiges Ergebnis: nach drei Monaten beurteilbar Haltbarkeit je nach Hautbeschaffenheit und Alter fünf bis zehn Jahre
  • genutzt von: Frauen und Männern

Wirkungsweise Gesichtslifting und Midfacelift

Teile der Gesichtshaut und darunterliegendes Gewebe werden operativ gelöst, gerafft und nach Entfernen überschüssigen Gewebes wieder befestigt.

Nutzen Gesichtslifting und Midfacelift

Für derartige Eingriffe gibt es nur ästhetische Gründe. Ein gutes Gesichtslifting führt zu einer deutlich sichtbaren Verjüngung um etwa zehn Jahre, die etwa fünf bis zehn Jahre anhält. Übertriebenes Gesichtslifting führt zu einem unnatürlichen, erstarrten Aussehen. Bis vor einigen Jahren wurden sogenannte Minilifts als schonende Alternative zum Gesichtslifting empfohlen. Dabei wurde nur die Haut ohne das darunter liegende Gewebe gestrafft. Diese Methode hat sich als nicht sinnvoll erwiesen, weil die Haut nach einem Jahr wieder so faltig war wie vorher.

Menschen, die sich für ein Facelifting entscheiden, haben meist auch Gesichtslifting und Midfacelifting. Probleme mit Doppelkinn oder Hängewangen, vor allem Männer. Fettpolster im Halsbereich können beim Facelift gleich mit entfernt werden. Facelifts sollten nur dann in Betracht gezogen werden, wenn »sanftere« Methoden wie Botox, Faltenunterspritzung oder LaserSurfacing nicht die erwünschte Wirkung erbringen. Ausgeprägte Augen- und Stirnfalten können mit einem Facelift nicht wirkungsvoll behandelt werden.

Alternativen Gesichtslifting und Midfacelift

Botox, Faltenunterspritzung, oder Laser-Surfacing

Behandlung Gesichtslifting und Midfacelift

Meistens wird die sogenannte SMAS-Methode angewendet, bei der nicht nur die Haut, sondern vor allem auch die Gewebeschicht zwischen Gesichtsmuskulatur und Haut im seitlichen Gesichtsbereich (SMAS) gestrafft wird, weil ohne ihre Raffung ein Facelift nicht halten kann.

Vorbereitung: Etwa vier Wochen vor dem Eingriff sollte man aufhören zu rauchen, keine Hormone einnehmen und das Gesicht möglichst keiner UV-Bestrahlung aussetzen. Zehn Tage vor dem Eingriff müssen gerinnungshemmende Medikamente abgesetzt werden. Die Haare müssen am Operationstag frisch gewaschen sein.

Der Eingriff selbst. Zuerst werden in sitzender Position die Schnittlinien am Kopf eingezeichnet. Sie verlaufen am Haaransatz von Ohr zu Ohr. Nach Desinfektion des Kopfes samt Haaren und Dekolletee wird im Liegen die Narkose eingeleitet. Der Eingriff betrifft einen großen Teil des Gesichts und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Im Wesentlichen geht es darum, die Gesichtshaut zu raffen und überschüssiges Gewebe zu entfernen.

Damit erreicht man eine Straffung im Bereich des Mittelgesichts und im Bereich der seitlichen Kieferbögen samt dem Halsansatz. Schläuche (Drainagen) sorgen in den ersten Tagen für den Abfluss von Wundsekreten.

Nach dem Eingriff: Das Gesicht ist einige Tage lang geschwollen und verfärbt. Die Halsregion sieht jedoch vom ersten Tag an glatt und verjüngt aus. Gegen die Schwellungen helfen »cold-packs«. Einige Tage lang darf man keine heißen oder harten Speisen zu sich nehmen, um die Nähte nicht zu reizen oder zu überanstrengen. Drainagen werden nach ein bis zwei Tagen gezogen. Etwa eine Woche nach der Operation können die Fäden im Gesicht gezogen werden und eine Woche darauf die im behaarten Kopfbereich. Es dauert etwa drei Wochen, bis man wieder gesellschaftsfähig ist.

Risiken / Nebenwirkungen Gesichtslifting und Midfacelift

Generell sollte kein Gesichtslifting durchgeführt werden bei:

  • – Einnahme von blutverdünnenden Mitteln wie Aspirin oder Marcumar. Wenn eine Operation geplant ist, müssen solche Medikamente etwa zwei Wochen vorher abgesetzt werden.
  • – allgemeiner Neigung zu Infektionen
  • – Allgemeininfektionen, z. B. Grippe, HIV
  • – akuten Hautinfektionen durch Viren, Bakterien, Pilze Nebenwirkungen: Einige Tage lang Schmerzen im Operationsbereich, mehrere Tage lang Schwellungen und unter Umständen mehrere Wochen lang blaue Flecken sowie vorübergehender Gefühlsverlust der Gesichtshaut.

In seltenen Fällen können Nachblutungen auftreten, die nur schwer gestillt werden können und das Risiko von Wundinfektionen erhöhen.

In seltenen Fällen können Durchblutungsstörungen auftreten, die dazu führen, dass einzelne Hautbereiche absterben. Sehr selten Nervenschädigungen, die Gesichtslähmungen zur Folge haben können.

Kosten Gesichtslifting und Midfacelift

8000 bis 12 000 Euro.