Fußkorrektur

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Fußkorrektur Schmerzen Risiko OP
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Fußkorrektur – Konservative und operative Methoden der Fußkorrektur

Informationen zur  Behandlung der Schönheitsoperation bzw. Beauty OP wie Gefahren, Arzt, Kosten, Preis, Informationen, Vorher Nachher, Nebenwirkungen und Erfahrungsberichte

Eine Vielzahl an Menschen erleidet im Laufe ihres Lebens eine Deformation oder Fehlstellung am Bein oder Fuß. Zu diesen Fehlstellungen gehören unter anderem die Hammer- und Krallenzehen, Hallux Valgus, Sandalenlücke, zu kurze oder zu lange Zehen sowie der Klumpfuß oder der Spreiz-Senk-Fuß. Während einige Deformationen lediglich optisch auffallen, weisen andere wiederum Schmerzen auf, die nur mittels einer Behandlung gelindert werden können. Oft sind Deformationen des Bewegungsapparates bereits angeboren oder treten im Kleinkindalter auf. Bei ersten Auffälligkeiten der älteren Generation ist meistens das langfristige Tragen des falschen Schuhwerks der Grund. Mit einer rechtzeitigen Behandlung können gesundheitliche Probleme im Körper minimiert oder gänzlich verhindert werden. Durch den schleichenden Prozess einer unbewussten Schonhaltung oder fehlerhafte Bewegungsabläufe kann die Lebensqualität dauerhaft beeinträchtigt werden. Gelenk- und Rückenschmerzen sind häufig ein Anzeichen für eine Fehlstellung im Fuß. Bereits bei einer Fehlstellung der Zehen oder eine leichte Veränderung des Fußes sollten diese von einem Orthopäden untersucht werden.

Für die Korrektur des Fußes gibt es unterschiedliche Behandlungsvarianten, die sowohl einzeln als auch in Kombination vorgenommen werden können. Die konservativen Behandlungsmöglichkeiten bedürfen keiner Operation. Der Facharzt schlägt nach der genauen Diagnose zunächst konservative Behandlungspläne vor. Diese setzt er gemeinsam mit dem Patienten um. Sollten die alternativen Behandlungsmöglichkeiten anschließend nicht zum gewünschten Erfolg führen, kommt ein chirurgischer Eingriff in Frage. Diese Form der Behandlung wird mittels einer Operation durchgeführt und stellt mögliche, wenn auch minimale Risiken dar. Aufgrund dessen wird ein operativer Eingriff stets nur dann gemacht, wenn keine alternative Behandlung erfolgreich war oder die Deformation erheblich fortgeschritten ist. Bei manchen Deformationen ist eine konservative Behandlung daher keine Option. Angeborene Klumpfüße werden ohne Versuch einer alternativen Behandlung direkt operiert, da nur eine schnelle Behandlung zu einem langfristigen Erfolg führt und Beschwerden verhindert. Der natürliche Zustand des Fußes wird dabei wiederhergestellt. Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten, wird ebenfalls eine Operation angewandt um die bestehenden Schmerzen zu lindern oder ganz zu entfernen und um die Funktion und Optik des Fußes bestmöglich wiederherzustellen.

Die Fußkorrektur bezieht sich sowohl auf den gesundheitlichen als auch auf den ästhetischen Hintergrund. Schmerzhafte Fehlstellungen, die eine Behandlung notwendig machen, weisen zugleich auch optische Veränderungen auf. Medizinisch notwendige Behandlungen werden grundsätzlich von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Dazu gehört demnach auch die Operation des Klumpfußes bei Kindern. Sollte die Behandlung mit Hilfe eines chirurgischen Eingriffs deutlich teurer sein als eine konservative Behandlung, müssen die zusätzlichen Kosten vom Patienten getragen werden. Vorab besteht die Möglichkeit ein medizinisches Gutachten des behandelnden Arztes für den vorgesehenen Eingriff bei der zuständigen Versicherung einzureichen. Anschließend hilft es der Krankenkasse bei der Entscheidung über die Höhe des Kostenzuschusses.

Das Hallux Valgus-Syndrom

Eine sichtbare und schmerzhafte Fehlstellung der Großzehen wird als Hallux Valgus bezeichnet. Diese Deformation wird durch ein langfristig falsches Laufverhalten und dem zusätzlichen Alterungsprozess verursacht. Deutlich erkennbar ist dies am sichtbaren Ballen an der Fußinnenseite. Der Abstand der ersten beiden Mittelfußknochen ist dabei sichtbar vergrößert. Der Schneiderballen beinhaltet das selbige Problem mit dem Kleinzeh an der Fußaußenseite. Der Umfang und das Ziel der Behandlungen hängt vom Stadium der jeweiligen Diagnose ab. Ist die Deformation des Großzehs mittelgradig, wird der Fuß mit der richtigen Behandlung vollständig und uneingeschränkt wiederhergestellt. Komplizierter wird die Behandlung bei einem fortgeschrittenen Stadium. Hierbei wird der Gelenkapparat bestmöglich erhalten. Jedoch wird eine vollständige Wiederherstellung aufgrund der fortgeschrittenen Erkrankung nicht in vollem Umfang umsetzbar sein. Ziel der Behandlung ist die Belastungsverteilung des Fußes gleichermaßen herzustellen.

Konservative Maßnahmen

Da ein chirurgischer Eingriff in einem fortgeschrittenen Stadium des Hallux Valgus-Syndrom oftmals keine Besserung erzielen kann, werden die Nebenwirkungen mithilfe konservativer Behandlungsmethoden minimiert. Dennoch kann eine Operation in bestimmten Einzelfällen auch in einem vorangeschrittenen Stadium hilfreich sein. Konservative Behandlungen und Therapien werden einer Operation vorgezogen bis alle möglichen Behandlungen erfolglos ausgeschöpft sind. Spezielle Physiotherapien, Schienen oder Einlagen für das Schuhwerk können Bestandteil einer konservativen Behandlung sein und stellen somit vielfältige Behandlungswege dar.

Die chirurgische Zehenkorrektur

Bei der operativen Behandlung des Hallux Valgus-Großzehs besteht die Möglichkeit zur örtlichen Betäubung als auch zur Vollnarkose. Die Knochensubstanz kann durch diverse Operationsmethoden beinahe vollständig erhalten werden. Dabei werden die ersten beiden Mittelfußknochen parallel zueinander ausgerichtet. Zu Beginn des Eingriffs wird eine entsprechende Manschette um den Unterschenkel gelegt um die Blutungsneigung erheblich zu minimieren oder ganz aufzuheben. Kleine Schnitten zwischen den Zehen ermöglichen die Anwendung verschiedener Operationsverfahren. Durch diese Öffnungen am Fuß kann überflüssige Knochensubstanz entnommen werden. Zusätzlich fixieren Schienen oder Schrauben die Position. Eine notwendige Schiene muss oft mehrere Wochen nach dem Eingriff getragen werden um die Genesung zu unterstützen und ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Der Hammer- und Krallenzeh

Zehen, die buckelhaft verformt sind, sollten frühzeitig behandelt werden. Durch unverhältnismäßig lange Knochen innerhalb eines deutlich kleinen Geweberaums des Zehs entsteht der sogenannte Hammerzeh. Lässt sich der betroffene Zeh nicht mehr in die Ursprungsposition bewegen, ist dieser bereits verknöchert. In diesem fortgeschrittenen Stadium spricht man von einem Krallenzeh. Zu Beginn erscheint das Aussehen des Zehs lediglich unästhetisch. Folglich kommt es jedoch zu Schmerzen oder Versteifungen, wenn die Fehlstellung nicht umgehend behandelt wird.

Ist ein Hammer- oder Krallenzeh vorhanden, reicht eine konservative Therapie nicht aus, da diese Deformation durch ein Missverhältnis versursacht wird. Die damit verbundenen Schmerzen können mithilfe konservativer Behandlungen gelindert werden. Zur Behebung dieses Missverhältnisses ist allerdings ein operativer Eingriff notwendig. Anders als bei einem bereits unbeweglichen Zeh, wird der weiche Zeh ohne einer zusätzlichen Korrektur des Fußknochens operiert. Die Weichteilchirurgie beinhaltet das Anbringen der Beugesehne auf den Fußrücken, sodass zwischen der Sehne und dem Knochen ein optimales Verhältnis hergestellt wird. Muss der Fußknochen zusätzlich korrigiert werden, wird ein Teil des oberen gelenktragenden Zehenknochens entfernt. Für verlängerte Zehen kommt eine ähnliche Operation in Frage. Diese ist in der Regel eine reine Schönheitsoperation.

Klumpfuß- Behandlung und Operation

Besonders bei Kleinkindern ist ein operativer Eingriff unumgänglich. Ein angeborener Klumpfuß ist eine Fehlstellung des Fußes, die das Gehen erheblich einschränkt oder verhindert. Dies würde bedeuten, dass insbesondere Kleinkinder mit erheblichen Einschränkungen Laufen erlernen und gesundheitliche Folgeschäden erleiden. Je eher eine Behandlung begonnen wird, umso früher werden derartige Einschränkungen vermieden.

Konservative Behandlungsmethoden

Es gibt zwei Möglichkeiten zur konservativen Behandlung eines Klumpfußes. Zum einen die Behandlung nach Ponseti und zum anderen die Behandlung nach Zukunft-Huber. In der Ponseti-Methode wird ein passender Gips am Oberschenkel angelegt, da die Korrektur dort den idealen Ausgangspunkt hat. Somit wird die Fußfehlstellung in einem langfristigen Verfahren korrigiert. Ist die Deformation fortgeschritten, sind mehrere Gipse nacheinander sinnvoll. Nach erfolgreicher Behandlung wird eine spezielle Schiene angelegt, die den Fuß für mehrere Monate fixiert und die optimale Heilung ermöglicht.

Die Zukunft-Huber-Methode ist für Kinder sehr schonend, da hierbei kein Gips benötigt wird. Bis zum mittleren Deformationsgrad werden manipulierte Fuß- und Beinbinden verwendet. Für fortgeschrittene Fehlstellungen werden individuell angepasstes Schienen oder ein Anti-Varus-Schuh verwendet.

Operative Behandlungsmethoden

Obwohl der Eingriff im Säuglingsalter auf die Eltern angsteinflößend wirkt, ist eine Operation im Alter von drei Monaten notwendig um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Zudem ist der Eingriff die sicherste Methode um frühzeitig eine dauerhafte Korrektur zu gewährleisten. Das Kind erhält stets eine Vollnarkose um den Eingriff problemlos durchführen zu können. Die Narkose ist eigens auf das Kind abgestimmt und wird vorab genau geplant. Während des gesamten Eingriffs wird der Zustand des Säugling oder des Kleinkindes vom zuständigen Anästhesisten und weiteren Assistenten überwacht. Da die Achillessehne die Hauptursache des Klumpfußes ist, wird diese verlängert. Nach der Feststellung weiterer Fehlstellungen und dessen Ursachen werden weitere kleine Korrekturen während des Eingriffs vorgenommen.

Die richtige Diagnose ist entscheidend

Zu weiteren Deformationen gehören die Großzehengrundgelenksartrose, Hallux Rigidus genannt, Druckstellen an der Fußsohle sowie durch Nerven verursachte Schmerzen in den Zehen und rheumabedingte Fehlstellungen. Grundsätzlich sind Orthopäden oder Fußchirurgen bei Schmerzen, Deformationen oder Fehlstellungen aufzusuchen. Augenscheinlich unbedeutende Druckstellen können bereits ein Hinweis auf überlange Mittelfußknochen sein. Mit einer Differenzialdiagnose kann eine genaue Ursache gefunden und anschließend mit einer individuellen Behandlung behoben werden. Die Ursachenfindung erschwert sich durch komplexere Erkrankungen, wie Gelenk- oder Nervenentzündungen, Rheuma und Arthrose. Daher sollte stets ein Facharzt konsultiert werden.

Ist eine Operation vorgesehen, kann diese durch einen anderen Arzt erfolgen. Da viele Orthopäden ihre Patienten oftmals nicht selbst operieren können oder aufgrund der komplizierten Operation den Eingriff nicht selbst übernehmen möchten, können die Patienten ausschließlich für den Eingriff an einen Facharzt mit speziellen Kompetenzen auf diesem Gebiet überwiesen werden. So kann zusätzlich eine Kombination aus qualifizierten Fachärzten unterschiedlicher chirurgischer Bereiche ein bestmögliches Ergebnis erzielt werden. Nach dem Eingriff kann der Orthopäde die Nachsorge fortsetzen.

Hinweise zur operativen Behandlung: Vorsorge, Nachsorge und Risiken

Vor einem operativen Eingriff wird man vom Anästhesisten über die Vorbereitung als auch über die Nachsorge genau informiert. Sowohl bei einer Fußkorrektur als auch bei jeder anderen Operation sollte man bereits einige Tage zuvor auf Alkohol und Nikotin verzichten. Mit Absprache des operierenden Arztes und des Anästhesisten müssen bestimmte Medikamente abgesetzt, reduziert oder sogar eingenommen werden. Vor allem die Einnahme blutverdünnender Medikamente ist stets abzuklären.

Je komplexer die Operation des Fußes ist, desto länger dauert die anschließende Nachbehandlungszeit. Angepasste und spezielle Schienen fixieren die neue Position des Fußes. Sehnen, Knochen und Gewebe werden dadurch für mehrere Wochen geschont und können mit dem Heilungsprozess beginnen.

Schmerzen und Schwellungen gehören direkt nach dem Eingriff zu den typischen Reaktionen des Körpers und verlaufen in der Regel harmlos. Bleiben die Nebenwirkungen länger bestehen, muss ein Arzt zur Klärung aufgesucht werden. Alternativ lassen sich derartige Beschwerden mit bestimmten Medikamenten beheben. Der Fuß nahm immerhin langfristig eine falsche Haltung ein, was sich im Alltag auf den gesamten Bewegungsapparat ausgewirkt hat. Nach der Fußkorrektur muss sich der gesamte Körper, vor allem die betroffene Region, an die neue Haltung gewöhnen und eine mögliche Schonhaltung mittels einer Therapie abbauen. Kleinste Fehler während der Operation können zusätzliche Komplikationen herbeirufen. Unqualifizierte Arbeiten, sowie mangelnde Sauberkeit können schwerwiegende Folgen haben. Im Fuß verlaufen viele Nervenbahnen und Sehnen, die bei einem fehlerhaften Eingriff bis zur Taubheit des Fußes führen können.